Radioastronomie – was ist das?

Wie der Name bereits vermuten lässt, befasst sich die Radioastronomie mit der Beobachtung im Bereich der Radiowellen. Unsere Atmosphäre lässt nämlich nicht nur das für uns sichtbare Licht durch, sondern auch einen Bereich, den wir als Radiowellen bezeichnen. Andere Bereiche, etwa das Infrarotlicht, das ultraviolette Licht sowie die Gamma- und Röntgenstrahlung werden von unserer Atmosphäre blockiert. Für diese Bereich muss die Astronomie dann mit Satelliten gemacht werden.

NASA (original); SVG by Mysid.

Radiostrahlen, die sich auf der Erde messen lassen, umfassen den Frequenzbereich vom 6 Megahertz bis 300 Gigahertz. Diese Strahlung wird von ganz anderen Phänomen erzeugt als das sichtbare Licht. Deswegen “sieht” der Radioastronom andere Objekte als mit einem konventionellen Teleskop. Dazu zählen zum Beispiel die Wolken aus kaltem Gas, aus deren Verdichtung einmal Sterne entstehen. Andere Beispiele sind die Überreste von explodierten Sternen, den sogenannten Supernovae(Link ist extern), oder auch weit entfernte Galaxien(Link ist extern) in den Tiefen des Weltraums. Auch die geheimnisvollen “Pulsare(Link ist extern)” gehören zu den Beobachtungsobjekten der Radioastronomie. Dies sind “Sternenleichen” die sich rasend schnell um ihre eigene Achse drehen und dabei Radiopulse aussenden.

So erschließt sich durch die Radioastronomie eine eigene Welt, die zusammen mit den Beobachtungen im sichtbaren Bereich erst das komplette Bild unseres Weltalls ergibt.

Einige weitere Informationen zur Radioastronomie findet man bei Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Radioastronomie. Wer sich ein wenig näher damit befassen möchte, der könnte einen Blick auf die Seite der Fachgruppe Radioastronomie der Vereinigung der Sternfreunde werfen https://radioastronomie.vdsastro.de/doku.php?id=start.