EME-Aktivitäten (Moonbounce)

Bei der Ausstattung des Stockert mit seinen beiden großen Radioteleskopen bietet sich von allen Amateurfunk-Betriebsarten natürlich zunächst Erde-Mond-Erde-Betrieb (EME) auf den Gigahertz-Bändern an.

Bei dieser Betriebsart werden Signale in Morsetelegrafie oder SSB von einer Station zum Mond gesendet und die Echos, die durch die Reflektion der Signale an der Mondoberfläche entstehen, auf der Erde empfangen. Der Vorteil dieser Betriebsart ist, dass auch mit sehr hohen Frequenzen weltweiter Funkverkehr möglich ist, zumindest, so lange beide Stationen den Mond sehen. Die große Schwierigkeit bei EME sind die extrem schwachen Signale, die nach der Reflektion am Mond (der für einen Reflektor "falsch herum" gekrümmt ist und dessen steinige Oberfläche Radiowellen sehr schlecht reflektiert) und der langen "Reise" von ca. 750 000 km noch auf der Erde ankommen -- in der Regel kommen nur wenige Zehnmillionstel der abgestrahlten Energie zurück.

Derzeit ist die bisher betriebene EME-Station aber noch abgebaut, da die dafür genutzten Räume noch renoviert werden. Wir rechnen damit, dass wir ungefähr Ende 2010 wieder mit dem bekannten Rufzeichen DL0EF "in der Luft" sind.

Neben dem Amateurfunk planen wir mittelfristig, die Teleskope auch für die Amateur-Radioastronomie zugänglich zu machen.